Donnerstag, 2. Juli 2015

Reif Larsen- Die Karte meiner Träume

Hallo Leseratten,
Das heutige Buch steht schon jahrelang auf meiner Wunschliste. Das erste mal habe ich es als Hardcover in der Buchhandlung meines Vertrauens entdeckt und war sofort von der fabelhaften Aufmachung begeistert. Das Buch war "Die Karte meiner Träume" von Reif Larsen. Es war an den Rändern mit Zeichnungen, Skizzen und Notizen verziert. Und das schafft beim Leser, also zumindest bei mir, einen ganz besonderen Charme. Nachdem es Ewigkeiten auf meiner Wunschliste stand, habe ich es dann auch einige Jahre später von einer meiner besten Freundinnen zu Weihnachten geschenkt bekommen. Nicht als Hardcover. Aber trotzdem ist das Buch riesig, und beinhaltet alle Illustrationen. Und dann auch noch zum unschlagbaren Preis, von gerade einmal 12,95€ auf 464 Seiten. Dass ich es diesen Monat dann auch endlich zur Hand genommen habe, lag aber nicht an meinem Interesse am Buch sondern eher an seiner Farbe. Ich war zwar schon gespannt auf die Geschichte, aber ich brauchte auch dringend ein rotes Buch für die Kunterbunt-Challenge. Und das wahrlich auf den letzten Drücker. So habe ich das Buch gerade noch rechtzeitig am 30. Juni fertiggelesen. Die Rezension auch an dem Tag zu schreiben und zu veröffentlichen ist mir aber nicht gelungen. Deshalb kommt sie jetzt eigentlich zu spät im Juli.
In dem Buch geht es um den zwölfjährigen T. S. Spivet, der von einem befreundeten Professor für einen Preis des Smithsonian Museum vorgeschlagen wurde. Prompt meldet sich das Smithsonian Museum bei T.S. und lädt ihn ein nach Washington zu kommen um dort seinen Preis entgegenzunehmen. Doch einen kleinen Haken hat diese Geschichte beziehungsweise 2. Denn das Museum denkt T.S. ist erwachsen, und T.S. will seinen Eltern eigentlich nichts davon erzählen. Aus diesem Grund macht T. S. sich selbst auf den Weg nach Washington. Ob er ankommt und was er währenddessen erlebt, müsst ihr aber selbst herausfinden. Ich muss sagen, dass unser Hauptprotagonist schon ein kleines bisschen verschroben und seltsam wirkt. Von sich selbst sagt er, er sei Kartograph, für mich interessiert er sich aber eigentlich für alles und zeichnet deshalb auch alles. Einerseits schweift er dann auch beim Erzählen seiner Geschichte ab, andererseits war es aber interessant so viel über diesen Jungen zu erfahren. Ich muss leider zugeben, dass ich während der gesamten Geschichte nicht wirklich warm mit T. S. Spivet wurde. Die Unterschiede zwischen mir und dem Jungen waren einfach zu groß. Und aus diesem Grund konnte ich auch häufig seine Handlungen nicht nachvollziehen. Zum Ende hin wusste ich auch nicht ganz, was ich von der Auflösung halten sollte. Denn während der Reise nach Washington kommen immer verschrobenere Wissenschaftler, Forscher und Hobbyentdecker in den Vordergrund, die mir auch im Ende des Buches noch ein großes Rätsel blieben. Dies konnte aber die ganze Art des Buches wieder wett machen. Denn man muss schon sagen, dass dieses Buch in gewisser Weise zum Nachdenken über die Welt anregt. Wenn mich nicht auch noch der Schreibstil ein wenig gestört hätte, hätte ich vielleicht dennoch 5 Punkte vergeben, da ich es eigentlich schon gerne mag, wenn ich verwirrt vor den Seiten sitze und mir denke: "Was läuft denn hier jetzt verkehrt?". Da der Schreibstil aber doch schon sehr langweilig war, gebe ich dem Buch dann leider nur 4 von 5 Punkten. Ich gebe aber ehrlich zu, dass dieses Buch ein Schatz ist und es in meinem Bücherregal einen Ehrenplatz neben Walter Moers Geschichten verdient. Ich denke, dass ich es auf jeden Fall noch einmal lesen werde.
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag 
Und Viel Spaß beim Lesen.

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