Donnerstag, 16. Juli 2015

David Safier- 28 Tage lang

Hallo Leseratten,
heute habe ich mal wieder ein eher nachdenkliches Buch aus der Bücherei mitgenommen. Und zwar ein Buch von David Safier. Von diesem Autor ist man ja eigentlich eher witzigeres gewohnt, wie zum Beispiel "Mieses Karma". Bei "28 Tage lang", welches im Kindler-Verlag erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 16,95€ kostet, geht es aber vielmehr um ernste Themen. Um genau zu sein geht es um den Aufstand im Warschauer Ghetto im Jahr 1943. Dabei wird die Geschichte von Mira erzählt, die zunächst schmuggelt, um ihre Familien über die Runden zu bringen. Sie trifft bei einer ihrer Touren auf einen aufständischen Jungen und schließt sich schließlich dem Widerstand an, als es zum Abtransport der Juden in die Vernichtungslager kommt. Wie das ganze mit Mira ausgeht, müsst ihr aber selbst herausfinden. Ich muss gleich zu Anfang sagen, dass ich wirklich überrascht war. Denn das Buch konnte mich eigentlich ab der ersten Seite fesseln. Das lag daran, dass Miras Gefühlswelt und ihre Eindrücke einfühlsam und genau beschrieben wurden. So war man eigentlich in Mira drin und somit mitten im Geschehen. Auch muss ich zugeben, dass das Buch an den richtigen Stellen auch wirklich spannend war. Ich konnte gegen Ende hin besonders mitfiebern und wollte wissen, wie das ganze ausging. Auch muss ich zugeben, dass man, wenn man sich nicht vorher informiert hat, lange nicht erfährt, warum das Buch so heißt, wie es heißt. Das war speziell bei mir so. Ich wusste nämlich eigentlich nur, dass das Buch im Warschauer Ghetto spielt und dass es um die Judenverfolgung geht. Leider habe ich aber auch einen negativen Punkt gefunden. Denn ich muss ehrlich sein. Ich fand das Buch vom Schreibstil her relativ langweilig. Und das hat mir die spannenden Stellen irgendwie vermiest. Ich wollte mitfiebern, aber ganz und gar gelang mir das nicht. Ich muss aber zugeben, dass mir das Buch dennoch besser gefallen hat, als "Mieses Karma", das einzige Buch, das ich ebenfalls von diesem Autor gelesen habe. Ich gebe dem Buch also 4 von 5 möglichen Punkten und muss ehrlich bemerken, dass David Safier sich gerne weiterhin auf nachdenkliche und "bedeutendere" Bücher spezialisieren kann. Mir kam der Autor durch dieses Buch auf jeden Fall näher und mal sehen, was David Safier als nächstes schreibt.
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag
Und Viel Spaß beim Lesen.

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