Samstag, 3. Januar 2015

Sophokles- Antigone

Hallo Leseratten,
gleich zu Anfang, um schon mal gut mit einer Challenge anzufangen, habe ich von einem verstorbenen Autor ein Buch gelesen. Ja das ist schon fast ein Witz, aber Sophokles ist auch tot. Aber halt einfach schon mehr als 2000 Jahre und ich finde das sollte dann eigentlich auch zählen, oder nicht? Und da ich ja sagen kann, dass ich nicht nur die Übersetzung, sondern auch den Original Altgriechischen Text gelesen habe zählt das doppelt.
Bei "Antigone" von Sophokles handelt es sich um eine antike Tragödie. Und wie ich vielleicht schon mal erwähnt habe, habe ich in der Schule Altgriechisch und da stehen Tragödien zu Beginn der 12. Jahrgangsstufe nun mal auf dem Lehrplan. Deshalb haben wir, also meine Klasse und ich, uns auch durch den griechischen Text gequält und übersetzt, was das Zeug hält. Wir hatten auch das ganze Halbjahr dafür Zeit. Ich möchte jetzt aber mal zum Inhalt kommen. In "Antigone" geht es um die gleichnamige Protagonistin, die ihren Bruder Polyneikes bestatten möchte, obwohl König Kreon es verboten hat. Natürlich versucht sie es dann auch, wird aber von Wachmännern geschnappt und zum König gebracht. Und schließlich soll sie auch mit dem Tod dafür bestraft werden. Kreon erhält schließlich aber auch durch einen Orakelspruch Einsicht. Ob er sie dann aber noch rechtzeitig retten kann, müsst ihr selbst herausfinden. Ich muss schon mal sagen, dass dieses Buch für ein antikes Drama sehr packend war. Und auch von den Ideen dahinter, sind manche noch heute aktuell, sodass man immer noch über eine ähnliche Thematik nachdenken könnte. So geht es zum Beispiel in der "Antigone" des Sophokles um die aufkommenden Ideen einer demokratischen Gesellschaftsform. Diese Gedanken werden dabei auch besonders von einer Person im Dialog vertreten. In meiner Ausgabe gab es im hinteren Teil noch einen analysierenden Teil. Hier konnte man, sofern man das wollte, sein Wissen zu antiker Tragödie, aber auch zur "Antigone" des Sophokles auffrischen und vertiefen. Und in Hinblick auf meine Klausuren kann ich sagen, dass es mir schon was gebracht hat. Ich fand, dass diese Übersetzung von Wolfgang Schadewaldt gut gelungen war. Sie hielt sich an die Versstruktur und war trotzdem sehr gut und verständlich zu lesen. Ich kann auf jeden Fall empfehlen einmal im Leben eine antike Tragödie zu lesen, da diese ja eigentlich der Ursprung unseres heutigen Theaters war. Vielleicht interessiert ihr euch dann auch für Aischylos und Euripides. Denn man kann bestimmt noch heute wichtigen Stoff in diesen Werken finden.
Natürlich kann ich hier keine Punkte vergeben, da das in mein eigentliches Schema gar nicht passt, da ich es aber doch gut fand und ich mit "Antigone" mitfiebern konnte, gebe ich ihm 4 von 5 möglichen Punkten.
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag
Und Viel Spaß beim Lesen.

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