Montag, 29. September 2014

Josephine Angelini- Göttlich verdammt (Achtung-LANG!)

Hallo Leseratten,
da ich von diesem Buch schon ziemlich viel gehört habe, und es eigentlich auch immer positive Bewertungen bekam, das heißt, zwischen 4 und 5 Punkten, musste ich jetzt auch mal zugreifen, als ich es in der Bibliothek entdeckt habe. Und zwar geht es hierbei um "Göttlich verdammt" von Josephine Angelini. Dies ist der Auftakt eine Trilogie, die das Thema griechische Mythologie und Götter behandelt. Und wie ihr wisst ist Ilias und Odyssee ja praktisch mein Spezialgebiet, da ich ja in der Schule Altgriechisch lerne und beide Teile von Homer zum Teil übersetzt und interpretiert habe. Ich war also so richtig interessiert! Das Buch hat 496 Seiten, ist im Dressler-Verlag erschienen und kostet in der gebundenen Ausgabe 19,95€. Zum Cover kann ich schon mal so viel sagen, dass ich es okay finde, aber auch nicht weltbewegend. Mein Ding ist es jetzt nicht direkt, aber es passt vom Gesicht und der restlichen Gestaltung her, gut zu der Geschichte. Aber jetzt mal zum Inhalt. In dem Buch geht es um Helen, die bei ihrem Vater auf Nantucket, im Atlantik vor der US-Amerikanischen Küste lebt. Auf der kleinen Insel spielt sich für gewöhnlich ein ziemlich beschauliches Leben ab, bis zum Beginn des neuen Schuljahres, als eine neue Familie auf ein riesiges leerstehendes Anwesen zieht. Das ist aber noch lange nicht genug, denn diese Familie Delos ist nicht nur besonders attraktiv, sondern Helen verspürt auch noch einen unglaublich Hass gegen eins der Familienmitglieder, gleichzeitig hat sie aber auch noch gruselige Albträume,und jedes Mal, wenn sie auf eine Person aus der Familie trifft, tauchen 3 seltsame alte Frauen auf, die nur sie sehen kann. Schnell wird Helen klar, dass das alles irgendwie zusammenhängt. Und vor allem noch viel, viel mehr dahintersteckt, als sie glaubt. Denn auch sie selbst ist wie die Delos-Familie, nämlich eine Halbgöttin. Was dann alles sonst noch passiert und was es mit den drei Frauen auf sich hat, müsst ihr aber schon selbst herausfinden. Oder wie ich finde lieber nicht. Ich hatte schon lange vorher mit dem Gedanken gespielt, mir dieses Buch zu kaufen. Der richtige Augenblick kam für mich dann aber nie. Und das war im Nachhinein auch gut so. Denn zunächst einmal muss ich sagen, dass mir die Hauptprotagonistin chronisch unsympathisch war. Und das nicht nur ein bisschen. Gegen sie ist Bella aus der Biss-Reihe meine beste Freundin. Ihr gesamtes Verhalten warf mir immer wieder Fragen auf und war für mich kaum nachvollziehbar. Sie war eigentlich so richtig naiv. Natürlich entwickelt sich auch hier eine Liebesgeschichte, was bei solchen Geschichten ja eigentlich immer der Fall ist, doch wie es dazu kam ist mir ein Rätsel. Denn hier findet sie die Person, also Lucas, nämlich immer abstoßend. Nicht wie Bella, die Edward ja eigentlich immer gut und heiß findet. Aber nein, hier hasst Helen ihn mit ganzen Herzen. Und Peng, plötzlich ist sie unsterblich verliebt in ihn. WTF. Das ist doch meiner Meinung nach echt nicht normal. Außerdem fand ich auch den Rest der Geschichte relativ vorhersehbar, denn plötzlich wird wie in Twilight auch Helen entführt und danach kommt es zum typischen Showdown. Bis dahin trottete das Buch nur vor sich hin und ich war richtig genervt und wollte es nur noch wegwerfen. Am Schluss gab´s dann noch ein Fünkchen Spannung, das mich dann aber auch nicht mehr begeistern konnte und schon war das ganze auch schon vorbei. Und ich war froh. Normalerweise habe ich dann auch immer das Bedürfnis, die Reihe wenigstens fertig zu lesen. Aber hier ist alles anders. Ich fand die Protagonisten so unsympathisch und nervig, dass ich nicht mal weiterlesen will! Und deshalb werde ich das auch eher nicht tun. Ich fand letztendlich, dass es sich bei diesem Buch nur um einen lächerlichen Abklatsch von Twilight gehandelt hat, nur eben mit Griechischer Mythologie. Und das war das Einzige, was das Buch gerettet hat, denn diesen Einfluss, bis auf das Fliegen fand ich großartig. Alles wurde gut beschrieben und gab Sinn. Die Unterwelt sieht eigentlich anders aus, aber es wurde eine gute Vorstellung gegeben und die Ilias wurde auch einbezogen. Deshalb gibt es dann doch 2 von 5 Punkten von mir. Und auf jeden Fall keine Empfehlung. Denn ich bin der Meinung, dass man das Götterthema deutlich besser behandeln könnte. Mal schauen, was es in die Richtung noch so gibt und ob es besser ist. Entschuldigt mich für diese Kilometer Rezension, aber das musste jetzt mal raus.
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag
Und Viel Spaß beim Lesen. 

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