Samstag, 30. August 2014

Martha Tod Dudman- Schwarze Oliven

Hallo Leseratten,
heute habe ich mal wieder ein etwas anderes Buch gelesen, was auch gar nicht mal so dick war. Und zwar war das "Schwarze Oliven" von Martha Tod Dudman. Es hat 218 Seiten und ist bei Amazon momentan nur als Kindle-Edition oder gebraucht erhältlich. Gleich zu Anfang kann ich sagen, dass mir das Cover wirklich gut gefallen hat. Denn darauf sind viele schön angeordnete Bilder zu sehen. Und dann noch dieser Titel. Ich kann gleich mal sagen, dass ich mir erst mal überhaupt gar nichts darunter vorstellen konnte. Denn so ein Title ist, meiner Meinung nach, schon ein wenig seltsam. Und was dann mitunter passiert, war auch ein seltsames Erlebnis, welches jedoch mit einer bittersüßen Note behaftet ist. In dem Buch geht es nämlich Virginia. Diese sieht nach neun Monaten ihren Exfreund wieder der sie an Silvester verlassen hat. Und das ausgerechnet im Feinkostladen vor dem Regal mit denschwarzen Oliven. Und daher kam dann auch der Titel. Im folgenden rennt sie erst mal vor ihm davon und verlässt überstürzt denn Laden. Doch irgendetwas an seinem Wagen zieht sie dann doch an. Weshalb sie durchs geöffnete Fenster in seinen Wagen steigt und im hinteren Fußraum einschläft. Doch plötzlich kommt ihr Exmann David zurück und Virginia fährt mit ihm als unentdeckter Passagier herum. Gleichzeitig erzählt sie aber immer wieder von ihrer gescheiterten Beziehung, geht dort auf Fehlersuche und versucht seine Handlungen nachzuvollziehen. Wie sie David dann letztlich entkommt, ob sie es schafft aus dem Wagen zu entkommen und letztendlich doch mit dieser Beziehung abschließen kann, müsst ihr dann schon selber lesen. Ich muss gleich mal zu Anfang sagen, dass im Klappentext auf den Innenseiten schon das Ende des Buches verraten wird. Gut, dass ich da erst nach dem Lesen drauf geschaut haben, sonst wäre mir der Spaß verdorben worden. So was finde ich niemals gut. Denn durch so was weiß der Leser ja schon alles, und weshalb will er denn dann noch das Buch lesen. Ansonsten kann ich aber sagen, obwohl es eigentlich nur vor sich hingeplätschert ist, hat es mir gut gefallen. Ich fand denn Schreibstil nicht besonders, aber er hat zu dieser stillen und doch traurigen Atmosphäre und zur Person der Virginia gepasst. Es wurde viel aus ihrem Leben erzählt und es erschien mir nachvollziehbar, dass es sich hierbei um Gedanken handelte, da manche Dinge dann doch nicht erwähnt wurden. Dass eine bestimmte Stelle offengeblieben ist, hat mich aber nicht weiter gestört. Es hat so einfach zum Buch gepasst. Auch springen die Erzählungen vom einen Erlebnis zum anderen. Und so schafft es die Autorin letztendlich ein Gesamtbild einer verlassenen Frau zu schaffen, die immer wieder alles durchanalysiert und nur eine Frage im Kopf hat: Warum? Auch das Ende der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Denn es endete ziemlich ruhig und auch zufriedenstellend und man konnte Virginias Gedankengänge in den letzten Seiten auch noch verstehen. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch trotz der vielen negativen Kritiken gut gefallen hat. Ich hatte nichts zum aussetzen daran, weshalb ich ihm 4 von 5 Punkten gebe. Aber ich verstehe auch, dass diese Art von Geschichte nicht für Jedermann geeignet ist. Also wer ein ruhiges und teilweise trauriges Buch lesen möchte und vielleicht auch mal nachdenken will, für den ist dieses Buch schon zu empfehlen.
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag
Und Viel Spaß beim Lesen.

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