Sonntag, 27. Juli 2014

Martin Walker- Schatten an der Wand

Hallo Leseratten,
diesmal habe ich wieder ein Buch von Martin Walker gelesen. Aber keine Sorge nicht schon wieder ein Bruno-Roman, sondern etwas völlig anderes vom selben Autor. Dies ist nämlich eigentlich kein Krimi. Aber eins haben beide Dinge schon gemeinsam. Und zwar, dass es auch hier um das Perigord geht. "Schatten an der Wand" von Martin Walker hat 492 Seiten, ist wie alle seine Romane im Diogenes-Verlag erschienen und kostet in der gebundenen Ausgabe 22,90€. Das ist eigentlich schon ein stolzer Preis. Aber Bücher des Diogenes-Verlags sind in Leinen gebunden. Und das reißt es dann wieder raus, wie ich finde. Denn diese Bücher sehen auch ohne Schutzumschlag wirklich gut aus. Aber jetzt sollte ich mal lieber zum Inhalt kommen. In dem Buch geht es um Major Manners, er sich nach dem Tod seines Vaters, an ein Londonder Auktionshaus wendet, um eine Steintafel mit der Zeichnung eines Stieres zu verkaufen. Der Mitarbeiterin für präklassische Kunst dort wird aber schnell klar, dass dies hier ein besonderes Stück ist und an die Höhlenmalereien von Lascaux erinnern. Und deshalb machen sie, Lydia, Major Manners und eine Wissenschaftlerin von Lascaux sich auf nach Frankreich, um herauszufinden, woher diese Tafel stammt. Denn im zweiten Weltkrieg war Manners im Perigord stationiert. Und irgendwann damals muss er auch an diese Tafel gekommen sein. Aber das ist nicht genug. Auch der französische Präsident hat seine Finger mit im Spiel. Ich kann sagen, dass ich die Thematik eigentlich ziemlich spannend fand. Aber das wars dann eigentlich auch mit dem, was ich gut fand. Das Buch wurde in drei verschiedene Perspektiven unterteilt. Einmal in die Gegenwart, wo die Protagonisten auf der Suche nach der Herkunft des Steines sind. Dann in die nähere Vergangenheit im Jahr 1944 wo die Geschichte von Manners Vater erzählt wird, und wie er an die Tafel kam. Und dann abschließend noch die beste Perspektive, wie ich fand. 17000 Jahre vor Christus, im Tal der Vézere, bei den frühzeitlichen Menschen, die diese Zeichnung geschaffen hatten. Diese Perspektive fand ich persönlich am besten, da hier meiner Meinung nach am spannendsten und schlüssigsten erzählt wurde. Und derartige Erzählungen für mich auch neu waren. So was habe ich noch nie zuvor gelesen. Der Rest des Buches hingegen war für mich eher enttäuschend. Die Geschichte hatte eine gute Idee. Aber das wars dann auch. Die Protagonisten der Gegenwart waren sehr, sehr flach. Es wurde kaum etwas über sie erzählt. Und das bisschen Liebe, das am Schluss aufkam war letztendlich auch nur unnötig. Das hätte es dann auch nicht mehr gebraucht. Das Augenmerk der Geschichte lag eindeutig in der Zeit von 1944. Und das wurde auch gut und ausgeschmückt erzählt. Und das war auch der Punkt für mich, es war zu ausführlich. Mit vielen geschichtlichen Dingen konnte ich einfach nix anfangen. Und deshalb war dieser Teil auch eher langweilig für mich. Meiner Meinung nach wäre es besser, mehr auf Storytelling und nicht auf geschichtliche Fakten zu setzen. Aber naja. Deshalb konnte mich das Buch auch nicht wirklich begeistern. Es war langweilig, die Protagonisten eher flach und Spannung für mich kam erst in den letzten 150 Seiten auf. Da ich aber die prähistorischen Einschübe, die Idee und die letzten 150 Seiten gut fand bekommt das Buch immer noch 3 von 5 Punkten. Denn der Schreibstil war auch nicht so wie ich ihn von Martin Walker kannte, sondern eher einschläfernd. Also nicht wirklich gut und nur was für Geschichtsfreaks. 
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag 
Und Viel Spaß beim Lesen.

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