Mittwoch, 23. Juli 2014

Derek B. Miller: Ein seltsamer Ort zum Sterben

Hallo Leseratten,
heute habe ich wieder einen Krimi-Thriller-Roman-Mix gelesen. Und zwar war das "Ein seltsamer Ort zum Sterben" von Derek B. Miller. Das Buch hat 398 Seiten, kostet in der broschierten Ausgabe 14,99€. Und ist im rohwolt-Polaris-Verlag erschienen. Ich kann gleich mal sagen, dass dieser Titel und das Bild dazu einfach etwas besonderes für mich waren. Denn auf dem Bild kann man ja einen Jungen mit Wikingerhelm an der Hand eines alten Mannes mit einer Waffe sehen. Und dann dazu dieser Titel! Ich fand, dass war einfach eine besondere Mischung. In dem Buch geht es um den 82-jährigen Sheldon, der nach dem Tod seiner Ehefrau, von New York zu seiner in Oslo lebenden Enkelin übersiedeln muss, Was ihm eigentlich ziemlich gegen den Strich geht. Kurz nach seiner Ankunft in seinem neuen Zuhause kommt es in der Wohnung darüber zum Streit und als die Frau dann vor ihrem Mann flüchtet, öffnet er ihr die Tür und versteckt sie. Doch auch der Mann kommt dahinter und tritt die Tür ein. Er erwürgt seine Frau, während Sheldon und das Kind sich im Schrank verstecken. Und eins ist dem alten Mann dann klar. Er muss fliehen und den Jungen verstecken. Doch weder die Polizei noch seine Enkelin können ihn aufspüren. Und dann kommt es zu einem Abenteuer für alle Seiten. Wie das ganze dann ausgeht und was es mit diesem komischen Mord auf sich hat, müsst ihr dann aber schon selber lesen. Ich kann sagen, dass dieses Buch mich schon ab der ersten Seite irgendwie begeistert hat, denn schon der Schreibstil ist etwas ganz besonderes. Ich wollte jeden Buchstaben aufsaugen und mir wirklich Zeit dafür lassen. Auch die Geschichte konnte mich begeistern. Es ging schon in die skandinavische Richtung, also ein bisschen wie "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", aber doch war die Thematik eine andere. Es konnte dieselbe Stimmung vermitteln, und das liebe ich an Romanen, die sich in diesem Teil der Welt abspielen. Diese sind nämlich doch immer etwas besonderes und nicht für jeden geeignet. Mir hat besonders gefallen, dass dieser Alte mit einem solchen Witz an die Sache heran geht, dass man ihn einfach nur gerne als Opa hätte, ich zumindest. Denn was der Junge mit ihm erlebt, ist einfach nur skurril und etwas ganz besonderes. Dabei war auch ein interessantes Mittel, dass immer wieder die Hirngespinste und Erlebnisse von Sheldon in seiner Vergangenheit über Seiten erzählt werden. Ja das klingt jetzt nach grenzenlos langweiligen Abschweifungen, aber ich finde das hat irgendwie gepasst. Ok, ich muss auch zugeben, dass ich es teilweise etwas langweilig fand. Aber trotzdem hat sich das in das Bild eingefügt. Und zum Ende kann ich nur sagen, es war nicht das, was ich erwartet hatte. Und etwas ganz besonderes. Ich will nicht spoilern, aber in dem kompletten Buch fand ich, dass dieser Titel gut aufging, auf verschiedene Dinge bezogen, und auch das Thema Tod, was für einen 82-jährigen eigentlich schon nahe liegt, wurde gut und humorvoll, aber auch mit Gefühl beschrieben, weshalb mir auch das Ende gefallen hat. Leider gebe ich dem Buch, aber trotzdem nur 4 von 5 Punkten, denn ich war teilweise schon ein wenig gelangweilt. Und das war schade. Dennoch empfehle ich das Buch weiter, denn ich habe noch nie zuvor so einen witzigen und doch tiefschürfenden Mix gelesen und es hat mir Spaß gemacht. 
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag
Und Viel Spaß beim Lesen.

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