Sonntag, 13. Juli 2014

Delphine de Vigan- No & ich

Hallo Leseratten, 
heute habe ich wieder einmal ein dünneres Buch gelesen. Und zwar ein Französisches. Und ich kann gleich zu Anfang sagen, dass derartige französische Bücher eine ganz besondere Stimmung vermitteln. Und ich gerade im Sommer eine derartige Lektüre bevorzuge. Denn in der Leichtigkeit des Sommers finde ich, kann ich mich besser auf solche Bücher konzentrieren. Das Buch, das ich diesmal gelesen habe, hieß "No & ich" von Delphine de Vigan. Das Buch hat 451 Seiten, ist im Knaur-Verlag erschienen und kostet 8,95€ als Taschenbuch, wie ich es auch hatte. Das Buch habe ich auch wieder ausgeliehen. In dem Buch geht es um die in Paris lebende Lou, die hochbegabt ist und in ihrer Klasse eher ein Außenseiter ist, denn sie weiß einfach alles und macht auch schonmal seltsame Versuchsreihen. Auch ihre Familie ist er schwierig, denn ihre Mutter ist depressiv. Als sie dann von ihrem Lehrer zu einemReferat aufgefordert wird, und das ist ihr größter schulischer Horror, vor einer ganzen Klasse Reden zu müssen, muss sie sich schnell ein Thema ausdenken und das wären dann Obdachlosen. Es trifft sich gut, dass sie im Bahnhof eine Obdachlose mit Namen Nolwenn, oder besser No kennenlernt. Mit ihr führt sie dann Interviews, lernt sie näher kennen und schafft es letztendlich ein wirklich gutes Referat zu machen. Doch nebenbei wächst immer mehr der Wunsch No zu helfen und ihr ein besseres Leben zu verschaffen. Und deshalb schafft sie es ihre Eltern zu überreden No aufzunehmen. Doch während sich in ihrer Familie so einiges zu etwas Besserem wendet, läuft es mit No nicht so gut. Und wie es dann weitergeht und was zwischen ihnen passier, ob es Nolwenn letztendlich schafft ein neues Leben fernab von ihrem obdachlosen Leben zu leben, müsst ihr dann schon selber lesen. Ich kann sagen, dass mir das Buch wirklich gut gefallen hat. Auch hier hatte man dieses typische Flair aus französischen Büchern. Die Geschichte und dieser besondere Schreibstil hat mir auch wieder einmal wirklich, wirklich gut gefallen. Denn der Leser bekommt einen guten Einblick in Lous Leben. Diese erzählt einerseits sprunghaft und andererseits so völlig normal und ich bekam den Eindruck, dass dies wirklich Lou ist, die in diesem Buch spricht. Auch die Protagonisten mit ihren Höhen und Tiefen waren wirklich sympathisch, ohne sich wirklich dazu zu bemühen. Ich finde, dass dieses Buch eine wirklich gute Geschichte vermittelt hat, denn Lou bemüht sich wirklich der obdachlosen No zu helfen. Dies war wirklich ein Thema, mit viel Tiefgang, dass mir sehr besonders vorkam, denn so ein Thema hatte ich bisher noch nicht. Außerdem fand ich das Delphine de Vigan es geschafft hat, diese Geschichte so einfühlsam zu erzählen, dass auch die negativen Seiten nicht schrecklich aussahen, sondern einfach dazuzugehören schienen und das fand ich wirklich perfekt. Ich gebe dem Buch also 5 von 5 Punkten und kann es nur weiterempfehlen, denn französische Romane vermitteln Geschichten mit einer Botschaft und das ist auf jeden Fall lesenswert.
Ich wünsche euch noch einen schönen tag 
und viel Spaß beim Lesen.

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