Sonntag, 8. Juni 2014

Felicitas Mayall- Nacht der Stachelschweine- Laura Gottbergs erster Fall

Hallo Leseratten,
heute habe ich einen etwas anderen Krimi fertig gelesen. Und zwar "Nacht der Stachelschweine" von Felicitas Mayall. Das Buch hat 382 Seiten, ist im rororo-Verlag erschienen und kostet 8,99€. Schon zu Anfang kann ich sagen, dass mir diese Bände um die Kommissarin Laura Gottberg empfohlen worden sind. Und derartigen Empfehlungen vertraue ich auch für gewöhnlich. Zum Titelbild kann ich sagen, dass ich es wunderschön finde. Es passt zum Toskana-Thema des Buches und übermittelt eine Stimmung, die sich später auch im Buch wiederspiegelt. Das finde ich hier wirklich, wirklich gelungen und ich habe keine Einwände. Zum Inhalt ist soviel zu sagen. In der Toskana, wird das Mitglied einer deutschen Selbsterfahrungsgruppe tot aufgefunden. Deshalb erbittet sich die italienische Polizei Hilfe aus München. Am besten von einem zweisprachigen Kommissar. Aus diesem Grund fällt die Wahl auf Laura Gottberg. Denn diese ist Halbitalienerin. Als sie dann überstürzt in die Toskana reist, fällt der Mordverdacht zunächst auf einen behinderten Jungen. Doch ob sich dieser letztendlich auch bestätigt, müsst ihr selbst herausfinden, indem ihr es lest. Zum Buch kann ich sagen, dass es auf jeden Fall nicht der Krimi ist den man erwartet. Natürlich ist klar. dass es auch hier um einen Mord geht, aber die Autorin geht auch sehr gut auf die Protagonisten der Geschichte ein. Jeder einzelne Charakter dieser Selbsterfahrungsgruppe wirkt besonders und einzigartig. Außerdem hat auch die Kommissarin Laura Gottberg ihre speziellen Besonderheiten, denn sie hat zwei Kinder, ist geschieden und kümmert sich um ihren alten Vater, der im Buch als sehr lustiger, aber auch gleichzeitig Lebenserfahrener Mensch erscheint. Seine Aussprüche bringen sowohl Laura, als auch mich zum Nachdenken. Ich finde, dass das besondere an diesem Buch die Menschen und ihre Eingliederung in die toskanische Landschaft ist. Denn keiner dieser Teilnehmer könnte als normal abgestempelt werden. Jeder ist anders und auf seine Art verschlossen und schweigsam. Auch beeindruckt hat mich die Vorstellung des italienischen Gerichtsmediziners, denn der war wirklich, wirklich seltsam. Aber was an ihm so seltsam ist, müsst ihr schon selbst herausfinden. Auch hier hat der Charakter gepasst und wurde auch durch das Aussehen verdeutlicht. Ich finde, dass dieses Buch einfach nicht dieses schöne sommerliche Bild der Toskana vermittelt, sondern fernab vom Tourismus in dieser Gegend bleibt. Denn die Szenerie wirkt hier eher öde, verschlossen und beinahe einsam. Das wird von jedem einzelnen Charakter und von jeder Lokalität nur verstärkt und wirkte beim Lesen beinahe ein wenig beklemmend, da es ein völlig anders Bild einer Landschaft ist, als man erwartet. Ich habe aber dennoch Lust bekommen, wieder dorthin zu reisen, da ich die letzten drei Jahre einen Teil meiner Sommerferien in der Toskana verbracht habe, und das war, wie ich finde, ein purer Lebensgenuss, vorallem auch die wunderschöne Hügellandschaft. Das Buch war gut zu lesen und ich kam schnell voran, denn ohne das viel passierte, schafft es die Autorin den Leser so zu fesseln, dass man einfach nur noch wissen möchte, wie es weitergeht. Abschließend gebe ich dem Buch 4 von 5 Punkten. Ich kann sagen, dass es schon sehr gut war. Aber dennoch hat mir noch ein klein bisschen gefehlt um wirklich 5 Punkte geben zu können. Ich empfehle das Buch aber jedem, der einen besonderen Krimi sucht, der etwas anders aufgebaut ist, als die üblichen Geschichten.
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag 
Und Viel Spaß beim Lesen

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