Sonntag, 29. Juni 2014

Felicitas Mayall- Die Löwin aus Cinque Terre

Hallo Leseratten,
heute habe ich wieder ein Buch von Felicitas Mayall gelesen und zwar "Die Löwin aus Cinque Terre-Laura Gottberg ermittelt". Das Buch ist wieder im rororo-Verlag erschienen und kostet 9,99€. Das Buch hat 416 Seiten, aber da ich es mir ausgeliehen hatte, und dieses Buch dann in Großdruck war, hatte es 571 Seiten. Zum Inhalt ist so viel zu sagen, dass eine italienische Au-pair tot in einem Hinterhof aufgefunden wird. Da im vierten Stock des Hauses ein Fenster zum Treppenhaus offen steht, erscheint logisch, dass die junge Frau Selbstmord begangen hat. Doch Laura Gottberg selbst glaubt nicht daran und beginnt zu ermitteln. Denn die Gastfamilie des Mädchens erscheint unfreundlich und kalt und auch ihr afrikanischer Liebhaber, der sie als Löwin bezeichnet, scheint verdächtig zu sein. Als schließlich auch noch die Familie der Toten vom Cinque Terre anreist, seltsamer kaum sein könnte und dennoch einen großen Zusammenhalt vermittelt, erscheint alles noch viel verworrener als im ersten Augenblick. Zu alldem hat die Kommissarin auch noch mit anderen Problemen des Alltags zu kämpfen. Einerseits spielt sich bei ihren türkischen Nachbarn eine Tragödie ab, weil sich die Tochter der Familie in einen Kurden verliebt hat, und Laura vermittelt zwischen den Seiten, zum anderen muss auch noch der Bericht des letzten Falls überarbeitet werden und Guerrini meldet sich an über Ostern an, und als er erstmal bei ihr zuhause ist,  ist die einzige Person die Angelo Guerrini wirklich freundlich gestimmt aufnimmt, der alte Gottberg. Wie man sieht ist Laura Gottberg hier nicht nur vor die offenen Fragen eines ziemlich verworrenen Falls gestellt, sondern muss sich auch mit völlig alltäglichen Problemen abkämpfen, denn welches Scheidungskind nimmt den neuen Freund der Mutter sofort liebevoll auf. Und das zeigt wieder, wie realistisch dieses Buch doch ist. Ich kann sagen, dass mir das Buch wieder richtig, richtig gut gefallen hat. Auch hier hat die Szenerie und vor allem die Heimat des Mädchens, Cinque Terre, sehr, sehr gut gepasst. Auch fand ich gut, dass die Familiengeschichte einfühlsam erzählt wurde und Laura sich auch in diese einleben konnte und sogar augenommen wird in die Familie. So wurde eigentlich eine Geschichte von verschlossenen und starken Frauen erzählt, die auch mal richtig zupacken konnten und das war wirklich sehr spannend. Auch die Auflösung des Falls hat mir wirklich gut gefallen. Denn dadurch konnte die Geschichte noch einmal bedrohlicher und vielleicht auch ein wenig düsterer sein als die Bände davor, obwohl es sich ja eigentlich im Frühling, der meiner Meinung nach ja eher fröhlich ist, abspielt. Das Buch hat mir eine völlig andere Seite des Frühlings und der Menschen gegeben. Denn letztendlich waren alle Personen nicht so, wie sie mir nach den ersten Momenten vorkamen. Und vor allem die Ermordete wurde so gut beschrieben, das ich fand, dass sie wirklich der Bezeichnung Löwin entsprach, wie ihr afrikanischer Liebhaber sie nannte. Ich kann auch noch einmal betonen, dass hier auch alltägliche Probleme und Lauras Liebe zu Angelo Guerrini nicht zu kurz kam, denn so konnte das Buch seine Geschichte noch eine Spur realer vermitteln. Und Felicitas Mayalls Schreibstil ist immer noch fantastisch. Denn meiner Meinung nach gibt dieser den Krimis keinen Hauch von Krimi, sondern eine viel tiefergehende Note, die mir im Krimi neu ist. So eine Art zu schreiben schafft es mich komplett in die Geschichte eintauchen zu lassen. Abschließend kann ich also sagen, dass dieses Buch natürlich 5 von 5 Punkten erhält. Ich fand es einfach wirklich gut für einen Krimi und auf die etwas andere Art berührend, weshalb ich die Reihe auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Denn hierbei handelt es sich nicht um typische Krimis.
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag
Und Viel Spaß beim Lesen.

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