Donnerstag, 3. April 2014

Jean-Luc Bannalec- Bretonische Brandung- Komissar Dupins zweiter Fall

Hallo Leseratten,
wie angekündigt habe ich mir, so schnell es ging, auch den zweiten Teil um Komissar Dupin besorgt, weil ich den Ersten einfach nur grandios fand. Und zwar hieß der zweite Teil "Bretonische Brandung- Komissar Dupins zweiter Fall". Naürlich ist dieser ebenfalls von Jean-Luc Bannalec, im Kiepenheuer&Witsch-Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet in der broschierten Ausgabe 14,99€. Ich habe es mir aber wieder einmal aus der Bücherei ausgeliehen. Zum Cover kann ich nur sagen, dass es perfekt passt und mir wieder eine Inspiration zur Vorstellung der Location in dem Buch gegeben hat. Es passt einfach nur perfekt zur Geschichte. Aber wie soll man das beurteilen, wenn man die Geschichte nicht kennt, also komme ich lieber schnell zum Inhalt! Diesmal wird Komissar Dupin zu einem Fall gerufen, der sich rund zwei Seemeilen vor Cocarneau abspielt, und zwar auf den Glènan-Inseln, einem winzigen Archipel, über das sich auch so einige Sagen und Märchen über Schatzsuche ranken. Dort werden an einem Maitag nach einem Sturm drei Leichen aufgefunden, deren Identität unklar ist. Dupin soll deren Identität lüften und herausfinden, wie die drei zu Tode gekommen sind. Schnell wird aber klar, dass diese nicht einfach bei einem Schiffsunglück zu Tode gekommen sind, sondern dass es Mord war. Und diesen versucht der Komissar dann auch aufzudecken, wobei er sich mit den eigenwilligen Inselbewohnern auseinandersetzen muss. Ich muss sagen, dass ich die Geschichte eigentlich wieder richtig gut fand. Die Beschreibung der Location hat mir wirklich wieder sehr gut gefallen. Während es im ersten Teil auch um den Küntler Gauguin ging, bekamen hier alte Sagen und Schatzsucher eine wichtige Rolle. Was, meiner Meinung nach, aber so gestaltet war, dass es gar nicht mal so fantastisch klang. So wie es der Autor in diesem Buch beschreibt, kann ich es im sofort glauben. Die Interaktionen zwischen Komissar Dupin und den Inselbewohnern fand ich auch wieder spitze. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Menschen waren erstaunlich gut dargestellt und ausgearbeitet. Jeder Charakter war gut durchdacht und wirkte selbst mit den komischsten Eigenschaften nicht zu unglaubwürdig. Es hat einfach zu diesem Archipel vor der bretonischen Küste gepasst. Ich kann sagen dass ich das komplette Buch wirklich stimmig fand, und mit den Sturmmotiven auch etwas gespenstisch. Denn auch diese Situationen waren gut beschrieben. Der Autor hat also auch diesmal wieder eine besondere Atmosphäre geschaffen, die mich sofort in ihren Bann zog. Und das beste daran: Es war spannend bis zum Schluss, wobei die Auflösung für mich überraschend kam. Ich hatte mit jedem als Mörder gerechnet, lag aber letztendlich sehr falsch. Abschließend kann ich sagen, dass ich das Buch wirklich wieder grandios fand, aber irgendwie fand ich Teil Eins "Bretonische Verhältnisse" immer noch einen winziges bisschen besser, weshalb ich diesem Buch schweren Herzens nur 4,5 von 5 Punkten gebe. Also nur ganz knapp an voller Punktzahl vorbei. Ich kann es jedem, der Teil eins gelesen hat weiterempfehlen, kann aber auch sagen, dass Teil eins eigentlich nicht wirklich eine große Rolle spielt, außer an ein oder zwei Stellen, weshalb ich glaube, dass man auch mit Teil 2 anfangen könnte. Aber ich finde am besten sollte man ja alle beide lesen. Und als abschließende Info kann ich sagen, dass ich auch den dritten Teil "Bretonisches Gold" lesen werde, der am 15. Mai 2014 erscheint. Da freue ich mich schon drauf, denn es ist gar nicht mal mehr so lange hin.
Ich wünsche euch noch einen schönem Tag 
Und Viel Spaß beim Lesen.

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