Freitag, 28. Februar 2014

Adriana Stern- Jockels Schweigen



Hallo Leseratten,
heute habe ich ein eher nachdenkliches Buch fertig gelesen. Und zwar „Jockels Schweigen“ von Adriana Stern. Es kostet in der gebundenen Ausgabe 14,95€ und ist im Jacoby & Stuart-Verlag erschienen. Ich habe es aber von einer sehr guten Freundin, mit exzellentem Buchgeschmack ausgeliehen, weil sie es mir sehr ans Herz gelegt hat. Bevor ich mit dem Inhalt anfange, muss ich etwas zum Cover sagen. Ich finde, dass es sehr verstörend wirkt. Da der Blick des Jungen sehr kalt wirkt und er auch beinahe abgemagert aussieht. Aber letztendlich passt es dann zu der Geschichte. Im Buch geht es nämlich um David, seinen kleinen Bruder Jockel und Davids besten Freund Jewdokim, der aber Chip oder Jeff genannt wird. Das Buch beginnt damit, dass sich Jockel wünscht in eine Schauspiel-Agentur aufgenommen zu werden. Dazu benötigt er aber die Erlaubnis seiner Eltern, die nicht einwilligen, weshalb David für seinen Bruder die Einwilligung unterschreibt. Doch mit den Monaten verändert sich Jockel deutlich, und zwar zum negativen. Aber auch Jewdokim wird immer seltsamer, wie David findet. Aus diesem Grund versucht David die Ursachen herauszufinden und stößt dabei auf schockierendes. Gleich zu Anfang muss ich sagen, dass es in diesem Buch um Missbrauch geht. Deshalb finde ich es auch besonders schwierig, eine Rezension dazu zu verfassen. Diese Tatsache offenbart sich dabei schon auf dem Klappentext. Und nein ich finde ich habe hier nicht gespoilert, da der Leser immer noch mitfiebern kann, durch verschiedene Entwicklungen. Das Buch ist aus der Sicht von David gechrieben, jedoch gibt es immer wieder Teile in einer anderen Schriftart, in der Jewdokims Sicht geschildert wird. Diese aber in der dritten Person. Ich muss sagen, dass das Buch mir sehr gut gefallen hat. Die Geschichte klang nicht an den Haaren herbeigezogen, sie basiert schließlich auf wahren Begebenheiten, und sie endete auch nicht in irgendeiner Detektivgeschichte. Der Leser hat während des ganzen Buches eine Vorahnung, was es mit den Veränderungen auf sich hat, aber sie werden erst gegen Schluss so richtig offenbart, wo es dann auch zu einem richtigen Countdown kommt. Außerdem fand ich besonders den Höhepunkt der Geschichte richtig gut geschrieben. Ich war ebenso wie der Protagonist David schockiert, hatte Herzklopfen, und war von der Geschichte gebannt. So eine Spannung hatte ich schon lange nicht mehr. Ich konnte an dieser Stelle kaum aufhören zu lesen. Also eigentlich ein Top Buch aber es gab leider auch einen kleinen Negativpunkt. Und zwar der Schreibstil. Den fand ich eigentlich größtenteils sehr gut. Aber an manchen Stellen fand ich ihn trotzdem sehr parataktisch und abgehackt. An diesen Stellen kam es mir eher für jüngere geeignet vor. Aber durch den Höhepunkt, finde ich, sollten es eher ältere Jugendliche bis Erwachsenen lesen. Denn ich finde, man könnte von dieser unbestimmten Beschreibung, bei der man sich selbst seinen Teil dazu denken kann, könnte man schon Albträume bekommen. Ich zumindest. Im großen und ganzen fand ich das Buch also fabelhaft. Ich kann es jedem ans Herz legen, um sich auch einemal einen Enblick in diese Thematik zu verschaffen. Denn ich finde das Buch behandelt eine Thematik, die viel häufiger in den Medien behandelt werden sollte, damit so etwas verhindert werden kann. Es regt also wirklich zum Nachdenken an. Abschließend gebe ich dem Buch 4 von 5 Punkten und empfehle es jedem weiter.
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag 
Und Viel Spaß beim Lesen

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